Schwerin. Im Superwahljahr 2026 positioniert sich die Caritas im Norden klar für Demokratie und den Schutz der Menschenwürde. Unter dem Motto "Mit Herz und Haltung für Demokratie und Nächstenliebe" hat die katholische Kirche in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Kampagne gestartet. Dabei rücken das Erzbistum Hamburg und sein Diözesancaritasverband das soziale Engagement und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus der politischen Debatte.
Für Diözesancaritasdirektor Matthias Timmermann steht das tägliche Wirken der Pflegeeinrichtungen, Kitas und Sozialstationen im Zentrum der Initiative. "Unsere Dienste und Einrichtungen sind täglich ganz nah an den Menschen. Demokratie lebt vom Schutz der Würde jedes Einzelnen - gerade der Schwächsten in unserer Gesellschaft", betont Timmermann die sozialpolitische Verantwortung der Caritas im Wahljahr. "Mit dieser Kampagne setzen wir ein klares Zeichen gegen Spaltung und für ein solidarisches Miteinander."
Sichtbares Zeichen in sozialen und pflegerischen Einrichtungen
Die Caritas-Standorte in Mecklenburg werden im Rahmen der Kampagne aktiv als Schutz- und Dialogräume für demokratische Werte sichtbar gemacht. In den kommenden Wochen erhalten die Kirchengemeinden, aber eben auch gezielt Caritas-Pflegeheime, Sozialstationen und Kitas großformatige Banner und Plakate mit der Kernbotschaft der Aktion. Sie sollen Menschen dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen - unabhängig von Frustrationen oder politischen Extremen.
Dialog als christlicher Auftrag gegen Ausgrenzung
Unterstützt wird dieser Ansatz von Birgit Stollhoff, Leiterin des Katholischen Büros Schwerin und Beauftragte des Erzbischofs von Hamburg. Sie unterstreicht, wie wichtig der Beitrag der kirchlich-sozialen Arbeit für den gesellschaftlichen Frieden ist: "Dialog wirkt stärker als Ausgrenzung. Kirchliche Räume können sich so als Orte der Begegnung und der Verständigung profilieren. Und Kirche nimmt so eine konstruktive Rolle im demokratischen Diskurs ein."
Die Kampagne will Bürgerinnen und Bürger gezielt dazu ermutigen, ihre Wahlentscheidung zu reflektieren und auf Basis von Nächstenliebe und Toleranz zu treffen. Interessierte Bürger sowie Haupt- und Ehrenamtliche finden Informationsmaterialien, Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen und digitale Fortbildungsangebote online unter www.erzbistum-hamburg.de/herzundhaltung.