Der Innovationsfonds des Erzbistums Hamburg unterstützt in seiner aktuellen Förderrunde gleich drei zukunftsweisende Projekte unseres Verbandes. Mit den Fördergeldern können wir gezielt Einsamkeit bekämpfen, Familien stärken und das soziale Miteinander im ländlichen sowie städtischen Raum aktiv mitgestalten.
Zwei der geförderten Projekte schlagen tiefe Wurzeln in Schleswig-Holstein, während ein drittes Projekt innovative Brücken zwischen Gemeinde und Quartiersarbeit baut. Hier stellen wir die Initiativen vor, die dank der Förderung den Menschen vor Ort zugutekommen:
1. Projekt "MitWirkung": Gemeinsam Einsamkeit im Kreis Steinburg überwinden
Einsamkeit ist im ländlichen Raum durch weite Wege oft eine große Herausforderung. Das Folgeprojekt "MitWirkung" setzt genau hier an: Es baut Brücken für ältere Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehende und sozial isolierte Gruppen. Was in der ersten Projektphase in Wilster erfolgreich als Unterstützung für geflüchtete Menschen begann, wächst nun weiter. Dank einer Förderung von 14.975,51 € (Laufzeit: 15.09.2026 - 14.09.2027) wird das Angebot ausgebaut und ein neuer Standort in Kiebitzreihe errichtet.
Rund 50 bis 70 Ehrenamtliche werden hier zukünftig etwa 200 bis 250 Menschen begleiten. Neben bewährten Sprachpatenschaften und PC-Kursen entstehen neue Angebote wie Eltern-Kind-Gruppen, Einkaufsbegleitungen, Frühstückstreffen und eine Handwerkshilfe. Das Projekt setzt dabei auf gegenseitige Unterstützung: Menschen, die Hilfe erhalten, bringen sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen in die Gemeinschaft ein.
"Es ist großartig, dass über die Förderung durch den Innovationsfonds des Erzbistums der Erhalt aber auch der Ausbau unseres Projekts möglich ist. Mit dieser Unterstützung können wir ein Jahr lang ehrenamtliche Strukturen verstetigen und neue etablieren. Damit es im ländlichen Raum auch langfristig Angebote für von Einsamkeit Betroffene gibt und diese für alle erreichbar sind, nutzen wir Ihre Anschlussförderung, um einen weiteren Standort aufzubauen", betont Projektkoordinatorin Maryam Partovi.
2. Projekt "Familienhafen": Begegnung und Zusammenhalt in Neumünster und Kiel
Ein sicherer Hafen für Familien in belasteten Lebenslagen, Alleinerziehende, Neubürger und Menschen mit geringem Einkommen: Das ist der "Familienhafen". Das Gemeinschaftsprojekt der Caritas Neumünster sowie der Pfarreien Seliger Eduard Müller (Neumünster) und Franz von Assisi (Kiel) wird mit 8.200 € unterstützt (Laufzeit: 01.09.2026 - 31.12.2027).
Hier entstehen verlässliche, niedrigschwellige Begegnungsorte. Durch Familiencafés, gemeinsames Kochen, Ausflüge und kreative Aktionen wird soziale Isolation überwunden. Die Familien sind dabei nicht nur Gäste, sondern gestalten das Programm mit ihren eigenen Stärken aktiv mit. So wird Kirche direkt im Sozialraum als offener, lebendiger Ort erfahrbar.
"Wir sind sehr dankbar, dass unser Projekt ‚Familienhafen‘ durch den Innovationsfonds unterstützt wird. Diese Förderung gibt uns die Möglichkeit, einen Ort zu schaffen, an dem Familien Gemeinschaft erleben, sich willkommen fühlen und einander stärken können, unabhängig von ihrer Lebenssituation oder Herkunft", erklärt Projektkoordinatorin Inga Repova.

3. Spielend Gemeinschaft gestalten: "Kirche im Sozialraum"
Ein drittes Projekt der Caritas im Norden rundet den Erfolg in dieser Förderrunde ab. Mit einer Summe von 10.000 € fördert das Erzbistum die Entwicklung eines innovativen Beteiligungsspiels für die Gemeindecaritas, Pastoral und Quartiersarbeit. Das Projekt "Kirche im Sozialraum" zeigt auf spielerische Weise, wie die Zusammenarbeit vor Ort gestärkt und Menschen aktiv einbezogen werden können.