Vier Motive hat die neue Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbands zum gesellschaftlichen und generationenübergreifenden Zusammenhalt. Das Motiv zum Thema Soziale Arbeit liefert in diesem Jahr die Caritas im Norden. Seit 7 Jahren trainiert Detlef Krause, einst selbst Leistungssportler in der DDR mit hoffnungsvoller Boxkarriere Jugendliche aus Schwerin-Krebsförden. Ziel ist es, Perspektiven zu schaffen für junge Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen, das Miteinander zu fördern, mithilfe von Sport die Persönlichkeiten zu entwickeln, Werte und einen Sinn für Fairness zu vermitteln sowie einen sicheren Raum zu schaffen, in dem die Jungen und Mädchen gestärkt werden und sich in einigen Fällen sogar nationalen und internationalen sportlichen Zielen widmen können.
Der Boxkeller ist Teil eines Mehrgenerationenhauses der Caritas, in dem es weitere Angebote für Jung und Alt gibt, in dem Gemeinschaftsprojekte realisiert werden und in dem auch eine Boutique für Kleidung und Haushaltsartikel für Menschen mit wenig Geld bereitstehen. Zudem gibt es Soziale Beratung und professionelle Unterstützung im Umgang mit Behörden. So eignet sich diese Caritas-Einrichtung ideal, um die Eröffnung der neuen Caritas-Jahreskampagne 2026 zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu begehen.
Eine Sensation sind die sportlichen Erfolge des 22-jährigen Boxers Gol Agha Haddi, der vor 10 Jahren mit seiner Familie aus Afghanistan über die Türkei und Syrien geflohen und nach einer Jahre dauernden Flucht bei uns angekommen ist. Ein junger Mann mit großem Herz und ebenso viel Talent, der 2023 seine Profikarriere im Super-Bantamgewicht gestartet hat und nach 7 Kämpfen und 6 Siegen auf nationalen Ranglisten bereits weit vorne steht. Sein Caritas-Boxtrainer Detlef Krause formuliert das Ziel: "Wir wollen einen Gürtel!" - Europa- oder gar Weltmeister werden, aus dem Schweriner Boxkeller heraus. Das ist möglich.
Dr. Friedrich von Schönfeld anlässlich der feierlichen Eröffnung im Boxkeller zu Schwerin:
"Aktuell treiben uns globale und weltpolitische Fragestellungen in besonderem Maße um. Gelegentlich lassen sie uns verzweifeln. Deswegen sollten wir uns erinnern, wie sehr unser Leben vom gelingenden gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort abhängig ist. Wie wichtig Perspektiven für uns sind. Und dass an unseren Einrichtungen und Diensten - wie hier im Boxkeller - gelebte Caritas-Werte wie Solidarität und Mitmenschlichkeit täglich viele Erfolgsgeschichten schreiben."
Matthias Timmermann, Direktor der Caritas im Norden, ergänzt:
"Mit dem Boxkeller in Krebsförden hat die Caritas in Schwerin etwas erreicht, auf das wir stolz sein können. Wir schaffen ein positives Narrativ von Gemeinschaft und Solidarität, wir verbinden Menschen miteinander, die sich sonst kaum begegnen würden, wir säen Gemeinsinn und ernten Zusammenhalt und Miteinander."